WORLD OF WARCRAFT
The Burning Crusade

Blizzard

(16.01.2007)


Der 16.01.2007 drohte ein Kampftag zu werden. Glücklicherweise kauften "nur" gut 70% der europäischen und amerikanischen Spieler (entspricht 2,5 Millionen) innerhalb der ersten 24 Stunden die heißersehnteste Erweiterung der Computerspielgeschichte, so dass ich nur wenige Schüler zum Zeitpunkt der Ladenöffnung des örtlichen Saturns K.O. schlagen musste, um mir ein Exemplar zu sichern.

Am Abend zuvor hatte ich mit "einigen" anderen Spielern vor dem Portal in Azeroth in der Hoffnung herumgelungert, dass etwas passieren würde. Doch wir wurden enttäuscht. Selbst Punkt Mitternacht passierte gar nichts. Ich konnte nicht einmal jemanden dabei beobachten, wie er durch das Portal ging, denn auch die Spieler, die sich gleich nach Mitternacht ihren Stoff sichern konnten, hatten ja noch die Installation und das Patchen vor sich.
Von daher ist es auch etwas unverständlich für mich, wie die Schreiber großer Zeitschriften und Websites sich wundern, dass es gleich nach Mitternacht in der Scherbenwelt nicht überfüllt war - bekommt doch nicht jeder schon mal vorab das Spiel, Ihr Tuffel!

So viele Dämonen!

Wie dem auch sei - gegen 17:30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit war es dann endlich soweit: Bruderherz und ich steckten den Kopf der berüchtigten Gnomenhexerin Dunkletta durch das Tor zur Hölle. Wie leuchteten da ihre Augen auf, als sie gleich auf den Treppen des Portals der Scherbenwelt viele Dämonen vorfand, und wie sehr war sie verärgert, als sich ihr Testexemplar (geschätzte Level 70) nicht unter ihre Kontrolle bringen ließ.

Glücklicherweise konnten die ausnahmsweise vereinigten Streitkräfte der Allianz und der Horde die Aufmerksamkeit aller Dämonen auf sich lenken, bevor Dunklettas Testexemplar sein gesamtes Gewicht auf den Fuß verlagern konnte, unter dem sie lag. Dank eines schnell eingeworfenen Gesundheitssteines kam sie so noch einmal mit dem Schrecken davon, klopfte sich den Staub von der Robe und steuerte den Greif an, der sie zur Ehrenfeste bringen sollte. Dort warteten schon die ersten Quests auf sie, jedoch war es in den ersten Stunden aufgrund der Überfüllung des Startgebietes noch nicht so die Erfüllung zu questen. Dieses Problem legte sich jedoch nach einer Woche dann langsam.

Das zerbroche Land

Auf der Höllenfeuerhalbinsel fällt einem sofort ins Auge, dass es rechte Winkel nicht zu geben scheint. Das Gebiet ist ein komplett unwirtliches Land, von endlosen Schlachten verheert und durch magische und dämonische Kräfte beinahe komplett zerstört. Man erwartet, dass auch die restlichen Landmassen unter den Spannungen jeden Moment auseinander brechen und zahlreiche Quests führen einen an den Rand (wörtlich) der Welt, hinter dem nichts als die schwarze Tiefe lauert. Und ja, ich bin runtergefallen, ich kann das gut! - Wer schon immer glaubte, dass die Welt eine Scheibe ist, der findet hier seine Bestätigung.

Unweit der Basen der Allianz und der Horde befindet sich die Höllenfeuerzitadelle, im dem sich auch die ersten beiden Instanzen für 5er Gruppen der Erweiterung - namentlich das Höllenfeuerbollwerk und der Blutkessel - befinden. Wie angekündigt hat Blizzard das aus dem Scharlachroten Kloster bekannte System der Instanzenflügel hier perfekt umgesetzt. Mit einer gut eingespielten Truppe ist jeder Instanzenflügel in weniger als 90 Minuten zu bewältigen. Die Bosskämpfe sind originell und für Spieler ohne gute Ausrüstung nicht ganz ohne, lassen sich aber mit ein Bisschen Gehirn und der richtigen Taktik gut meistern.

Ein Traum für Entdecker

Nach etwas weniger als 100 Aufträgen wurde Dunkletta, die inzwischen ein Wiedersehen mit Ihrer Schwester Hellkletta (nochmal danke für's Nasebrechen), Vetter Humbuk, Meisterbäcker und Fernfroster, der Baumkuschlerin Annanuviel, der Herrin des Kampfschweins und ihrem Schatten Zinuph ("Er ist mir rücklings ins Messer gestolpert! EHRLICH!!!") feiern konnte, in die Zangarmarschen geschickt und erlebte ihr sprichwörtlich blaues Wunder. Wirkte die Flora und Fauna auf der Höllenfeuerhalbinsel noch in Ansätzen vertraut - jedenfalls aus Sicht einer Hexe, die den letzten Schuss nicht gehört hat - so sah sie sich nun einer extrem weitläufigen Seen und Moorlandschaft gegenüber, deren Bewohner so fremdartig wirken, dass sie um alle vorsichtshalber erstmal einen weiten Bogen machte.

Zum Glück überwandt sie diese Zurückhaltung schnell als sie erfuhr, dass sich auch ihre Lieblingsgegner die Oger in den Zangarmarschen breit gemacht hatten. Und nachdem ein paar Dutzend Oger brennend das Zeitliche gesegnet hatten, war sie auch bereit es mit der eigentlichen Bedrohung aufzunehmen - den Nagas. Diese waren auf die perfide Idee gekommen, sozusagen den Stöpsel zu ziehen und die fremdartige aber blühende Landschaft in toten Morast zu verwandeln. Warum konnte sie bisher nicht klären, aber es ist sicherlich nur eine Frage von ein oder zwei Wochen, bis sie zumindest in den ersten zwei Instanzen des Echsenkessels jedem Naga die Schuppen poliert hat, um ihm das Geheimnis zu entreißen.

Das blaue Wunder

Die Zangarmarschen sind optisch wirklich stark. Das fast omnipräsente, unglaublich beruhigende Blau in Kombination mit dem sehr guten ruhigen Soundtrack a lá Vangelis' "Bladerunner" ist so überzeugend, dass man einfach ein Nickerchen vor dem Bildschirm halten will, was aber nicht heißen soll, dass man sich dort irgendwie langweilt. Ganz im Gegenteil: Die Quests sind so gut verzahnt, dass es einem schwer fällt, mit dem Spielen endlich wieder aufzuhören. Dabei verschlägt es einen dann auch in Gegenden, die mit Drogen sicherlich nochmal so gut kommen.

Aufgrund des erneut extremen Spielumfangs und meines im Vergleich hierzu geringen Zeitkontingents war ich (leider) auch nach zwei Wochen noch nicht viel weiter fortgeschritten. Ich habe zwar schon in fast alle neuen Gebiete meine Nase stecken können - etwa 90% der frei begehbaren Landmasse - und auch die Rasse der Blutelfen angespielt, aber in Bezug auf alle sonstigen neuen Spielinhalte wie Instanzen, Juwelenschleifen, gesockelte Gegenstände, Berufe oberhalb eines Skills von 300, Arenakämpfe und neue Fraktionen herrschte noch ziemliche Unwissenheit.

Die Monate gehen ins Land

Mehrere Monate sind seit der Veröffentlichung der Erweiterung vergangen, wir befinden uns nun auf Version 2.1 und der erste Inhaltspatch steht vor der Tür. Zeit, um einmal zu gucken, ob sich die ersten Eindrücke bestätigt haben, wie bisher unbekanntes Terrain abgeschnitten hat und ob hier und da doch Mängel zu Tage getreten sind, die nach kurzer Spielzeit noch nicht offensichtlich waren.

Vorweg: Es überwiegt bei Weitem die Begeisterung!

  • Die Instanzen sind so großartig aufgebaut, dass man gar nicht merkt, dass man sich oft in einem Schlauch fortbewegt, beinhalten immer wieder spannende Bosskämpfe und haben selten einen Umfang über zwei Stunden - wenn man nicht mit Totalausfällen unterwegs ist.
  • Die mit dem Maximalskill von 375 hergestellten Gegenstänge können mit Highenddrops konkurieren, so dass die Berufe deutlich interessanter geworden sind.
  • Das Sockeln von Gegenständen ist spaßig und glücklicherweise recht übersichtlich, da nicht zuviele Edelsteine existieren, die für die jeweilige Charakterklasse interessant sind.

PvP war nie schöner!

Besonders angetan haben es mir die Arenakämpfe. So gut das klassische PvP auf den Schlachtfeldern (Neuzugang "Auge des Sturms" ist sehr gelungen) auch ist, es frustriert doch immer, wenn man aufgrund blinder Mitstreiter von einer Übermacht gebügelt wird. Dies kann einem in den Deathmatch Arenen (2vs2, 3vs3 oder 5vs5) nicht passieren. Zwar haben wir eine ausgeprägte Hasslatte gegen Paladine und ihre Angstblase entwickelt, aber so langsam bekommen wir auch diese Säcke immer öfter weggelutscht.

Die Steuerung ist logischerweise fast 1:1 identisch mit dem Hauptspiel. Selbst die Bedienung der europäischen Urversion vom Februar 2005 war schon ein Kanditat für besondere Auszeichnungen - besonders im Vergleich zu anderen Spielen (und Software) - und jetzt ist die Bedienung einfach nur ein Traum. Wunschlos glücklich ist man wahrscheinlich trotzdem nie, denn ich als Hexer und Addon Verweigerer weiß nicht mehr wohin mit meinen Icons und warte immer noch darauf Verzauberungen über das Auktionshaus verkaufen zu können.

Ein seltenes Fest für die Ohren

Während die sehr gute Qualität der Soundeffekte und Sprachausgabe des Hauptspiels locker gehalten wird, sattelt man bei der musikalischen Untermalung noch mal satt drauf. Die Erweiterung verfügt über mehr Musik als das Hauptspiel. Ohne das Spiel wirken besonders die soundkollagenartigen Lieder der Blutelfendie zwar etwas seltsam, aber innerhalb des Spiels passt jedes Stück wie Arsch auf Eimer.

Zwischendurch schlich sich zwar ein Soundbug ein, bei dem nicht genügend Soundchannels gleichzeitig angesprochen wurden, aber dies ist glücklicherweise nun Vergangenheit. Was noch nicht wieder so richtig zu funktionieren scheint, ist die automatische Erkennung, wie viele Soundkanäle denn hardwaremäßig zur Verfügung stehen. Zwar kann manuell in den Soundoptionen die Anzahl der Kanäle per Schieberegler gewählt werden, jedoch endet dies zumind. bei den sehr verbreiteten SoundBlaster Audigy Karten von Creative Labs bei den beiden rechten Positionen des Schiebereglers in totaler Stille. Ich empfehle daher die zweite Position von links, die 32 2D und 32 3D Kanäle aktiviert.

Optische Abwechslung wird groß geschrieben

Obwohl ich reichlich Screenshots aus der "The Burning Crusade"-Beta gesehen habe, hat mich Nichts auf diese Anblicke vorbereitet. Die Grafik ist einfach nur sensationell und bestätigt einmal mehr: Technik ist gar nichts, wenn das Design nicht stimmt. Auch wenn die Mindestanforderungen von Blizzard sehr optimistisch waren, denn bei mir hat sich die Framerate von 60 beim Hauptspiel um ein Drittel auf 40 in der Erweiterung reduziert und Windows XP und das Spiel ohne Addons laut Taskmanager über 768 MB RAM belegen, ziehe ich den Hut. Bei anderen Spielen hätte ich geschrien: "In welchen Farbtopf seid Ihr denn gefallen?" Hier ist es einfach nur stimmig, absolut passend zur jeweiligen musikalischen Untermalung und sorgt für gute Laune ohne Ende.

Es ging sogar soweit, dass ich von einem gerade entdeckten Gebiet so sehr überwältigt war, dass ich jegliche Vorsicht vergaß und mich in völlig aussichtslosen Situationen wiederfand. Dunklettas letzte Worte waren nicht selten: "Das muss ich aus der Nähe sehen!!!" *Von vier Dämonen zerfleisch werd*
Kleiner Fehler: So schön jeder Abschnitt für sich allein genommen auch ist, so lässt es sich doch nicht leugnen, dass man in den Instanzen einfach zu oft auf die Farbe Lila und nahe Verwandte trifft. Geschätzt 70% der 5er Instanzen haben reichlich Lila-blau, Lila-türkis und Lila-rosa. - Alter Fehler: Die ATI Unterstützung ist immer noch nicht genauso gut wie bei Nvidia.

Balancing ist ein echter Brocken

In Sachen Balance sind sind die Questbelohnungen auf den ersten Blick etwas problematisch und auch einige Randomdrops, die ich selbst miterlebt habe. Was man bereits bis Level 63 an neuer Ausrüstung in die Hände bekommt, hat in etwa das Niveau zwischen T1 und T2. Ich denke jedoch, dass Blizzard auch hier den richtigen Weg gegangen ist, denn alternativ wären die Instanzen ab dem zweiten Gebiet (Zangarmarschen) für Nicht-Raider mit T0 oder schlechter entweder zu schwer geworden oder für T3 Träger viel zu leicht. Hier musste ein Kompromiss gefunden werden und ich bin überglücklich, dass er diesmal wie auch beim neuen PvP Ehrensystem zu Gunsten derer ausgefallen ist, die nicht täglich 12 Stunden spielen können oder wollen.

Der Nachteil ist, dass es jetzt wesentlich schwerer wird, für die Instanzen des Basisspiels ab den Schwarzfelstiefen Mitspieler zu finden, denn der ganz überwiegende Teil der Spieler, der einen Charakter bis Level 58 gespielt hat, wird sich die Erweiterung zulegen und einen weiten Bogen um die alten Level 60 Instanzen machen. Ich habe zwar auch vor der Erweiterung schon die Erfahrung gemacht, dass es immer wieder so itemgeile Phasen gab, aber nun wird die Situation wohl dauerhaft und noch ätzender. Wer nun den Imperator in den schon erwähnten Schwarzfelstiefen legen will oder eine vernünftige Truppe braucht, um im Düsterbruch endlich an das schnelle Hexerpferd zu gelangen, der wird aufgrund fehlender Killeritems in den Loottables wohl niemanden mehr finden.

Zuvor zu viel mit Level 60

Das Problem stellt sich in meinen Augen allerdings nicht nur allein bezüglich der Beute, sondern weil zuviele Instanzen auf das bisherige Maximallevel von 60 und mehrere Besuche ausbalanciert sind. Während es zuvor genaugenommen nur jeweils eine passende Instanz gibt, konkurieren auf Level 60 gleich ein Dutzend Instanzen um die Gunst der Spieler. Hier sollte Blizzard in meinen Augen über den eigenen Schatten springen und von seinem "alles bleibt wie es immer war"-Credo abrücken. Die Monsterlevel der Instanzen des Basisspiels gestaffelt zu erhöhen, kann keine Unmöglichkeit sein. Nun noch die Erfahrungspunkte in der Scherbenwelt reduzieren und schon ist ein Hin- und Herspringen zwischen alter und neuer Welt wieder etwas attraktiver.

Denn Hand aufs Herz: Was nützt es, wenn man es auf der einen Seite so hinstellen möchte, dass niemand zum Kauf der Erweiterung gezwungen werden soll, wenn man spielmechanisch dann doch den bisherigen Endgamekontent entvölkert. Dann doch gleich offen zum Pflichtkauf stehen und dafür sorgen, dass neue Spieler oder erfahrene Spieler mit neuen Charakteren auch weiterhin etwas von allen Instanzen haben und nicht etwa, dass der Schwarzfels nur noch in der Erinnerung weiterlebt und ein Dutzend Instanzenportale irgendwann von Spinnenweben bedeckt sind.

Fazit:

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich aufgrund der Entwertung des Basisspiels wirklich eine Fabelwertung geben sollte, habe mich aber letztlich dann dafür entschieden, da ich hier und jetzt ausschließlich das Addon bewerte - und das leidet nicht darunter.

Auch wenn ich es rollenspieltechnisch etwas bedauer, dass es Paladine - so sexy die bei den Blutelfen auch sind - und Schamanen nun auf beiden Seiten gibt, so ist es doch für die PvP Schlachtfelder eine große Bereicherung, denn in einer gut spielenden Gruppe war ein gruppendienlicher Schamane immer mehr wert als ein Paladin in seiner Angstblase, so dass die Horde insbesondere in der Kriegshymnenschlucht im Vorteil war - neben dem Vorteil, dass der durchschnittliche IQ dort viel höher ist, versteht sich. ;)

Weiterhin Bestand hat das Deftank-/Heilerproblem auch in "The Burning Crusade" im Solospiel. Diese Charaktertypen sind immer noch leichte Beute bzw. brauchen sie ewig, um ein Monster zu töten. Zwar hat Blizzward Gruppenquests eingestreut, aber wenn man dem Großteil der Serverpopulation in der Geschichte hinterher hängt, dann findet man nicht so schnell jemanden, der diese auch mal mit einem angeht.

Die Quests wurden gestrafft und das gleichzeitig zu beackernde Gebiet ist kleiner, so dass besser kleben bleibt, was es wie und warum zu tun gibt. Außerdem ist in der Erweiterung der rote Faden erwartungsgemäß kürzer, der einen unweigerlich mit den Übeltätern Lady Vashy, Prinz Kael'thas und Illidan zusammenstoßen lässt - und trotzdem habe ich ihn verloren. Die Höhlen der Zeit gewähren als Bonbon einen tollen Blick in Azeroths Vergangenheit und gleichen das fast wieder aus.

Die zehn zusätzlichen Talentpunkte in Verbindung mit den 41er Talente haben mich ganz schön beschäftigt, ebenso die Metasockel an den Gegenständen. Und dann gilt es ja auch noch, die richtige Taktik für die Arenakämpfe auszuknobeln. Trotzdem war ein Spiel dieser Größenordnung nie zugänglicher, so dass ich jedem nur empfehlen kann, sollte er das Spiel mit Level 58 immer noch nicht geknallt haben, endlich damit aufzuhören und sinnvolleres mit seiner Zeit anfangen, als sich diese Erweiterung zu kaufen.

Für die Süchtigen reicht die Spielzeit evtl. bis zur nächsten Expansion ;) - Realistisch dürften es für einen einzigen Charakter in der Scherbenwelt schon weit über 200 Stunden sein, wenn man die 5er Instanzen auf heroisch alle beackert haben will. Zuzüglich den Stunden in den Startgebieten der Blutelfen und Draenei, den Raidinstanzen und der Arena.

Fazit 2020:

Seit dem 27.08.2019 sind die Wow Classic Server online und ermöglichen so geneigten Spielern das Original "World of Warcraft" (2005) zu spielen. Und sollten die Leute, die sich jetzt auf den Classic Servern tummeln, entsprechend großes Interesse bekunden, dann wäre es laut Blizzard durchaus möglich, dass etwa 2022 auch einige Server mit Version 2.x also "The Burning Crusade" an den Start gehen. Für Spieler, die nie zuvor die erste Erweiterung gespielt haben, ist dies sicherlich eine gute Sache.

Für alte Hasen ist dies aber nur dann so richtig interessant, wenn sie zu den Leuten gehören, die beim Radiohören Oldiesender bevorzugen. Es ist nämlich etwas elementar anderes, "The Burning Crusade" einmal frisch und neu erlebt zu haben und alles einfach noch einmal aus Nostalgie zu tun. Blizzard sollte aus meiner Sicht seine Energien lieber in eine Erweiterung stecken, die wieder die Komplexität der ersten Jahre zurückbringt anstatt mich mit einem Charaktersystem zu quälen, welches mir aktuell ganze acht Entscheidungen abverlangt, und weiterhin ganz überwiegend Kämpfe aufzufahren, in denen weder Crowdcontrol noch die Beachtung von Resistenzen o. ä. gefragt ist.



  POSITIV:
  - Höhepunkt von WoW
  - Science Fiction u. Fantasy
  - unglaubliche Musik
  - nahezu perfekte Balance
  - richtige Instanzenlänge


  NEGATIV:
  - Heiler solo bestraft
  - Deftanks solo bestraft