DIABLO II GOLD

(14.03.2003)

Blizzard North


"Diablo" (1996, aber erst Januar 1997 in Deutschland veröffentlicht) veränderte mein Spielerleben. Es war das erste Spiel, das ich mehr mit anderen zusammen als allein gespielt habe, das ich mehr online als offline gespielt habe und das unter Windows 95 lief, ohne jemals abzustürzen. Außerdem war es das erste Spiel, mit dessen Virus ich sympathische Menschen (Hallo Antje, Heidi, Lars und Neume!) gezielt infizierte habe, damit ich verlässliche Mitspieler hatte, hehehe.

Entsprechend heiß war ich auf den Nachfolger, in dem es nicht nur gegen einen sondern gleich drei Höllenfürsten (Baal, Diablo und Mephisto) gehen sollte. Bereits im Herbst 1998 wurde in einer Art und Weise über "Diablo II" berichtet, als wenn das Spiel kurz vor der Veröffentlichung stehe. Vielleicht war dies zu einem bestimmten Zeitpunkt gar nicht so abwegig, aber ich habe da so eine unbestätigte Theorie, dass das ursprüngliche Spiel wesentlich geringer im Umfang war, dann wuchs und wuchs und zwischendurch hieß es sogar, dass der vierte Akt so groß sei, wie die anderen Akte zusammen. Dies machte auch Sinn, denn man musste davon ausgehen, dass es sowohl Diablo als auch Baal im letzten Akt zu töten galt.

Um das Spiel jedoch endlich in die Händlerregale zu bringen - seit Herbst 1999 galt es als extrem überfällig - und zudem einen guten Ansatz für eine Erweiterung zu haben, gehe ich davon aus, dass große Teile des nunmehr im Vergleich kurzen vierten Aktes zu dem wurden, was jetzt den fünften Akt, also die Erweiterung "Diablo II - Lord of Destruction", darstellt.

Wie dem auch sei... zur Feier der Goldversion eines der besten Computerspiele aller Zeiten habe ich mein "Diablo II" Tagebuch wieder ausgegraben und präsentiere einige Auszüge daraus:

28.06.2000:
Meine Freunde und ich laufen wie kleine Kinder auf Speed durch die Innenstadt. Media Markt hatte Funkwerbung gemacht: "Diablo II" kommt am Mittwoch dem 28.06.2000. Die deutschen Händler haben Ihre Ware irgendwann nach dem 18. erhalten, verkauft werden dürfte es jedoch erst ab dem 29. Juni (Danke, Media Markt!). Bei Verstoß drohte kleinen Händlern bereits eine Konventionalstrafe von 50.000,- DM.

Zufällig waren wir gerade in einem kleinen Spieleladen um die Ecke, als der Händler "Diablo II" geliefert bekam. Wie leuchteten da unsere Augen auf!!! Sofort versuchten wir den Händler dazu zu bewegen, uns schon einen Tag vor dem offiziellen Release das Spiel zu verkaufen. Wir versprachen, dass wir das Spiel auch ausschließlich im LAN spielen würden. Ich war kurz davor in die Waagschale zu werfen, dass wir blickdichte Tüten mit hatten und mit meiner Leinentasche vor dem Gesicht des Verkäufers herum zu fuchteln, aber zum Glück ließ ich diese Peinlichkeit aus, denn es hätte ja doch nichts genutzt.

Unsere Notlage regiestrierend, beruhigte man uns aber, dass wir sowieso die Einzigen waren, die nach dem Spiel gefragt haben. - Life's so sweet!


29.06.2000:
10:00 Uhr, der kleine Laden um die Ecke macht auf und wird hintereinander von vier Deppen, die fluchtartig ihre Arbeitsstelle verlassen haben, gestürmt. Man bewahrt einen Rest von Haltung, während man uns unseren Stoff aushändigt. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch hoch, dass man sich dort danach vor Lachen am Boden gewunden hat. Japanische Kids beim Pokemonrelease waren nichts gegen uns.

Wieder zurück im Büro wird die Schachtel und Inhalt dann richtig begutachtet. Ja, wunderbar, alles drin, Handbuch wieder in schwarzweiß, aber dafür gibt's ein Barbarenaufstellbild. Danach werden letzte Details fürs erste gemeinsame Spiel über Mail geklärt. Nun noch bis 17:30 Uhr brav arbeiten. Hatte sogar richitg viel zu tun, nichts wäre schlimmer gewesen als nur absitzen.

Nach einem Noteinkauf und den nötigsten Handgriffe im Haushalt, geht der Compi bei mir gegen 18:15 Uhr an. Installation gewohnt problemlos. Da ruft Heidi an. Sein Patch klemmt. Well, bei mir ging es glatt, was sollte ich sagen? Der automatische Patch im Battle Net funktionierte dann aber auch bei ihm einwandfrei.


Dann langes Gesicht: Der europäische Server ist leider down. Wir weichen auf den USEast aus. Nach etwas Geplänkel startet die ganze Manschaft um kurz nach 21.00 Uhr. Da ich sowieso schon unter Cola stand, bin ich völlig auf Droge, es ist noch schlimmer als beim Spielen des ersten Teils.

Schnell zeigte sich wieder, das mein Provider WOBCom der Beste ist. Während es bei den anderen hakt oder sogar zum Verbindungsabbruch durch timeout kommt, ziehe ich locker mit einem Ping von 200 ms oder weniger [33er Modem] durch den amerikanischen Osten. Bis der Server nach Mitternacht die Grätsche macht, läuft es bei mir absolut einwandfrei.

Die Welt ist riesig, der Stress Test [offener Betatest zur Serverbelastung, bei dem ich damals einen Slot bekam] war nicht nur in dieser Hinsicht ein Furz. Jedenfalls war der Schwierigkeitsgrad auch alles andere als einfach. Da wir uns stark an den Quests (Aufgaben) entlanggehangelten, bekamen wir bereits beim Lösen der zweiten übelst aufs Maul. Wir hätten besser alle möglichen Monster plätten und somit genügend Erfahrungspunkte für zwei zusätzliche Level Ups [Stufenaufsieg des Charakters] machen sollen.

Die beiden letzten Überlebenden (sprich noch wach) - Antje (Amazone) und ich (Zauberin) - hätten trotz aller Erfahrung und Cleverness aus dem Vorgänger die dritte und vierte Quest nicht lösen können, so stark waren dort bereits die Monster. Besonders gegen Fernangriffe sahen wir oft verdammt alt aus.

Nachdem der USEast Server abgekackt war, schaute ich nochmal nach Europa, und siehe da, mittlerweile lief auch dieser. Da werden wir dann wohl das nächste Mal zocken...

30.06.2000:
Glücklicherweise hat Antje um 18:00 Uhr Zeit. Mein Necromant hat bereits die dritte Quest geschafft, Antjes Amazone immerhin die zweite. Leider wollte das Battle.net auch jetzt nicht die Bohne. Zum Glück kann man auch seinen eigenen Rechner als Server anbieten, so zockten Antje und ich ruckelfrei drei Stunden und erledigten sogar die vorletzte Aufgabe des ersten Aktes. Dabei entpuppte sich der von mir als harmlos eingestufte Schmied als riesengroßer Bruder vom Butcher des ersten Teils und verlangte Antje und mir absolut alles ab.

Definitiv das beste Spielerlebnis, das ich jemals hatte. Man hängt voll an seiner Spielfigur, will nicht sterben und stemmt sich verzweifelt gegen den übermächtig scheinenden Gegner [wurde per Patch mittlerweile recht harmlos]. Dazu die erdrückende Atmosphäre des riesigen Klosters, in dem die Quest spielt. Man ist einfach nur noch Nervenbündel. Habe Leiche um Leiche explodieren lassen und bestimmt mehr als zehn Golems verschlissen, während Antje einen halben Wald in den Typen geschossen hat. Endlich, endlich starb er nach fast fünf Minuten.

Antje musste früh ins Bett, was aber auch mir die Gelegenheit gab, mal endlich eine angemessene Mütze Schlaf zu nehmen (zumindest theoretisch!).

01.07.2000:
Heute habe ich einen Paladin angefangen und fand ihn zu Anfang grottenlangweilig. Ich habe kein Zombie getroffen und langsamer als die Dinger bewegt sich wohl nichts in dem Spiel. Aber mit der Zeit wurden meine Auren immer besser und besonders die Necromanten Fraktion mit ihren zahlreichen Gehilfen profitierte enorm von meinen Heilungen und Schadensverstärkungen.

Bloodraven war allerdings auch diesmal eine Packung. Ich kann nur jedem empfehlen, nach der ersten Quest alles zu säubern, bevor man den Friedhof betritt, denn wir sind jeder zwei-, dreimal gestorben. Bloodraven hat einfach eine viel zu gute Rüstung und kein Barbar weit und breit zu sehen in unserer Party.

Naja, habe dann jedenfalls mit Heidi (Barbar) und Neume (Necromant) nochmal den Schmied nach mehreren Stunden heldenhaft mit meiner Zauberin erlegt. Neume und ich haben dann noch das Gefängnis gesäubert und ich habe mir noch schnell allein den Wegpunkt im inneren des Klosters besorgt. Das Gefängnis bot leider keine echten Herausforderungen, auch wenn wir ab und an aus Unachtsamkeit gestorben sind.

Das innere des Klosters hatte jedoch gleich ein Empfangskommitee für mich parat, dass es in sich hatte. Skelettmagier und Missgestaltete sind eine denkbar fiese Kombination, wenn sie jeder einen Anführer mitbringen. Habe dann am Anfang zu Andariels Versteck aufgehört, weil ich nicht ganz allein überrannt werden wollte.


02.07.2000:
Nur um dann (zu)wenige Stunden Schlaf später wieder mit meinem eigenen Necromanten anzufangen und Andariel endgültig zu töten. Yes! Es war schwer, weit und breit kein helfender Feuerzauber in Sicht, aber mit etwas Glück und einem guten Schwert habe ich die Pottsau zurück in die Hölle geschickt.
Nein, "Diablo II" macht nicht aggressiv, wie kommst Du Arsch jetzt darauf?

-- ENDE --

Wie man sich vorstellen kann, war es damit noch lange nicht getan. Auf Akt 1 folgte Akt 2 dann Akt 3 und schließlich Akt 4. Und letztlich kann man nicht eher ruhen, als bis man zumindest mit jeder Figur einmal Diablo getötet hatte. Hätte ich damals nicht in weiser Voraussicht zwei Wochen Urlaub genommen, ich hätte Arbeit und Dauerspielen nicht überlebt oder zumindest in Einklang bringen können.


Große Spielwelten gab es auch zuvor schon zu entdecken, aber in anderen Spielen war vergleichsweise wenig los. Ganz anders hier: An allen Ecken und Enden ist es am Krachen, man erwirbt pro Figur bis zu 30 unterschiedliche Fähigkeiten und findet immer bessere Ausrüstung, die teilweise erst ihre volle Stärke entfaltet, wenn man sog. Sets komplett gesammelt hat.

Schnell stabilisierte sich auch die Serverleistung des Battle Net, so dass "Diablo II" seine ganz große Stärke, den kooperativen Multiplayermodus, zu jeder Zeit voll ausspielen konnte. Dabei ist es praktisch egal, mit welcher Kombination von Figuren man antritt, denn auch wenn manche Kombinationen günstiger sind als andere, so bleibt das Spiel doch immer fordernd aber fair.

Schon das Basisspiel war also genial, aber Blizzard North schaffte es tatsächlich mit der Erweiterung "Diablo II - Lord of Destruction" noch einen draufzusetzen, indem so viele Vorschläge der Spieler wie nur möglich umgesetzt wurden.

Hatte man ursprünglich nur die Möglichkeit sog. gesockelte Gegenstände mit Edelsteinen und Totenköpfen zu versehen, so kann man nun mittels Juwelen und aus einzelnen Runen bestehenden Runenwörtern noch beeindruckendere magische Verbesserungen erzielen. Wie man sich vorstellen kann, ist ein Runenwort um so mächtiger, je seltener und mächtiger die Runen sind, die hierfür verwendet werden. Die besten Runenwörter bringen es locker auf über zehn Eigenschaften.


Eine weitere deutliche Verbesserung erfuhren die Söldner, die man in den Städten anheuern kann. Während diese früher nur besseres Fallobst waren und selten einmal länger als fünf Minuten überlebten, so kann man sie nun mit Waffen und Rüstung versehen und sie sogar heilen, so dass es durchaus möglich ist, dass man eher als sein Söldner ins Gras beißt.

Viele andere Änderungen waren eher kosmetischer Natur, wie z.B. die Vergrößerung der Kiste (Stash), in der man Sachen lagern konnte, die man gerade nicht brauchte, oder der Shortcut, um blitzschnell zwischen zwei verschiedenen Bewaffnungen zu wechseln (z.B. von Zweihandwaffe zu Einhandwaffe / Schild).

Zum Handling möchte ich eigentlich nur so viel sagen: PERFEKT! Nicht mehr aber auch nicht ein Bisschen weniger als das! Die Tastaturshortcuts gehen sofort in Fleisch und Blut über. Es hilft allerdings, wenn man beide Hände benutzt. Mein Pa spielt wesentlich besser, seit er nicht mehr dabei raucht.


Was für die Steuerung gilt, gilt auch für den Sound. Ob es die Sprecher sind, die innerhalb der unglaublichen Cinematists oder im Spiel selbst (Andariel, Schmied) agieren, ob es die Geräusche jedes einzelnen Gegenstandes sind, der zu Boden fällt oder den man im Inventar anklickt, oder die Musik, die man auch durchaus für sich allein hören kann und nur ganz wenige Ausreißer nach unten hat - auch nach Jahren hat daran kaum ein Spiel kratzen können.

Würde die Sprachausgabe einen größeren Teil des Spiels einnehmen, müsste man die deutsche Version allerdings verbieten. Als deutscher Spieler ist man ja schlechte Sprecher gewöhnt, aber so schlecht wie hier - es wechselt sogar der Sprecher des wichtigsten NPCs (Cain) zwischen Basisspiel und Erweiterung - trifft es einen nicht oft. Nicht verwunderlich ist es da, dass deutsche Spieler sich geradezu in Panik durch die Menüs der NPCs klicken, damit diese ja nicht zu Wort kommen... und so viele Details wie Beziehungen zwischen den Charakteren und die Quelle von Hinweise, die sie in irgendwelchen Foren oder Zeitschriften gelesen haben, überhaupt nicht kennen.
Hier noch ein paar Negativbeispiele: Kashya, Gheed, Drognan und Nihlathak

Die Möglichkeit das Spiel jetzt nicht mehr nur in 640 x 480 Pixeln sondern auch in 800 x 600 Pixeln zu spielen, habe ich ursprünglich ebenfalls als eher kosmetisch eingeschätzt. Es stellte sich jedoch heraus, dass diese paar Pixel mehr ein deutliches Plus an Übersicht bedeuten und außerdem das Spiel wesentlich besser aussehen lassen.

Überhaupt möchte ich die Grafik des Spieles in Schutz nehmen. Klar mag es bereits 2000 und 2001 wesentlich fortschrittlichere Engines gegeben haben, aber besser ausgesehen haben diese Spiele trotzdem nicht. Denn wenn die Grafik von "Diablo II" und besonders "Diablo II - Lord of Destruction" eines zu bieten hat, dann ist es die Liebe zum Detail, wie diese davor gar nicht und auch danach nicht regelmäß erreicht wurde. - Und dann gibt es da noch die insgesamt sieben Videosequenzen, die einfach nicht von dieser Welt sind.

Dass die Hardwareanforderungen einem heutzutage recht hoch vorkommen, liegt daran, dass das Spiel überhaupt nicht für Direct3D konzipiert wurde, sondern für die viel effektivere und schnellere Glideschnittstelle der 3dfx Chips. Der Leistungsunterschied könnte dabei nicht deutlicher ausfallen: Während ein ansonsten identischer Computer (Pentium II 400 MHz) mit 3dfx Voodoo 3 2000 Karte komplexe Szenen (20 Gegner) mit 30 FPS darstellte, brach die Performance mit einer Nvidia Riva TNT Karte auf 12 FPS ein. Wer also "Diablo II - Lord of Destruction" auf einem alten Rechner spielt und eine Voodoo 2 Zusatzkarte in einen PCI Slot quetschen kann, der sollte das tun.

Zwei Punkte habe ich allerdings allein deshalb abgezogen, da die beiden starren Auflösungen von 640 x 480 und 800 x 600 Pixeln nicht mehr zeitgemäß sind und auf TFT Bildschirmen unweigerlich zu einem schwammigen Bild führen.

Hinweis:
Natürlich gibt es für ein Spiel, das solange auf dem Markt ist, die eine oder andere inoffizielle Modifikation, die zumind. im Singleplayermodus und im LAN erlaubt die Auflösung modernen TFT Monitoren mit z.B. 22", einem Seitenverhältnis von 16:10 und maximal 1680 x 1050 Pixeln anzupassen.

Dies kann aber jedoch allein schon aus Gründen der Vergleichbarkeit nicht in die Wertung einfließen, denn ich kann unmöglich alle Modifikationen für alle Spiele, die ich teste, kennen. Nach meiner Erfahrung wirkt "Diablo II - Lord of Destruction" in der maximalen Auflösung von TFT Monitoren zu steril und klein, auf dem erwähnten 22" kommen 1280 x 800 Pixel jedoch richtig gut und entsprechen etwa der Darstellungsgröße, die von den Designern 2001 auf einem typischen 17" Röhrenmonitor angestrebt war. Wer will, sollte also einmal nach "D2MultiRes" suchen.

Insgesamt ist die Balance sehr geschickt gelöst. Eben ist man noch unterlegen, da findet man die richtige Waffe oder erlernt eine neue Fähigkeit und schon geht es den Monstern an den Kragen. Das Spielerlebnis gestaltet sich sehr schön offen, da man seine Figur nicht nach Schema F spielen muss. Die Chance seltene Gegenstände zu erhalten ist allerdings zu niedrig, denn online zu tauschen ist mangels guter Handelsfunktion zu aufwendig.
Außerdem fand man hier lange Zeit den mit Abstand besten kooperativen Multiplayermodus, den es gab. Erst wesentlich jüngere MMORPGs sind in die Regionen von "Diablo II - Lord of Destruction" vorgestoßen.

Ein Blick ins Handbuch ist nicht nötig. Jeder Gegenstand und jede Fähigkeit wird innerhalb des Spiels ausführlich erklärt. Wer der Geschichte folgt, kann im Questlog jederzeit nachlesen, was als nächstes zu tun ist. Einzig die Runenwörter würden schleierhaft bleiben, wenn man keinen Zugriff aufs Internet hat.

Vielleicht gewinnt die Geschichte nicht unbedingt einen Preis für Originalität, aber sie ist gut erzählt und motiviert beim ersten Durchlauf enorm zum Weiterspielen. Insgesamt hätte ich mir lediglich gewünscht, dass die Quests noch storyorientierter wären und dass es einfach überhaupt ein paar mehr Quests gegeben hätte.

Die Kombinationsmöglichkeiten zwischen der Ausrüstung und den Fähigkeiten der Spielfigur ist praktisch unendlich. Ausreichend Irrsinn vorausgesetzt, lässt sich ein Charakter auch so widersinnig ausbilden und ausrüsten, dass aus einer Zauberin eine Nahkämpferin wird und umgekehrt.

Wer mit allen Charakterklassen einmal ohne zu hetzen durch den ersten Schwierigskeitsgrad zieht, ist für etwa (7 x 15 h =) 105 Stunden beschäftigt. Und dann wartet ja auch noch das Experimentieren mit verschiedenen Skillungen und der Hardcoremodus (einmal sterben, immer tot sein) auf einen.


Steuerung (15%):
Grafik (15%):
Balance (15%):
Handlung (15%):
Sound (10%):
Zugänglichkeit (10%):
Komplexität (10%):
Spieldauer (10%):


Minimale Konfiguration
des Herstellers:

640 x 480 x 8 und
minimale Details

Pentium 233 MHz
4 MB Grafikkarte
64 MB RAM
Windows 95

Meine empfohlene
Konfiguration:

640 x 480 x 16 und
mittlere Details (Direct3D)

Athlon TB 1,2 GHz
GeForce 3 Ti200
256 MB RAM
Windows 98SE

Meine empfohlene
Konfiguration:

800 x 600 x 16 und
maximale Details (Glide)

Pentium II 400 MHz
Voodoo 2
256 MB RAM
Windows 98SE